Nationale GeoParks in Deutschland – die Idee

Geologie zum Anfassen im Nationalen GeoPark TERRA.vita. Foto: Fotodesign Münch Georgsmarienhütte

Geologie zum Anfassen

Geoparks verbinden verschiedene Ziele miteinander:

Geoparks vermitteln sowohl Bewohnern/innen als auch und Besuchern/innen die Bedeutung des geologischen Untergrunds für die Gestalt des jeweiligen Raumes: Welche Gesteinsschichten aus welchen Phasen der Erdentstehung stehen hier an? Welche Kräfte haben hier gewirkt? Was heißt dies für die heutigen Oberflächenformen, für Vegetation, Tierwelt und Bodenbildung? Welche Georessourcen gibt es, wo und warum? Wie wurden und werden sie genutzt und was hat dies für Folgen für die Wirtschaft der Region?

In diesem Zusammenhang wird Wissen über die Zusammenhänge im Erdinneren und an der Erdoberfläche, über Geophysik, Geologie (Gesteine und ihre Lagerung in Schichten o.ä.), Mineralogie (Aufbau der Gesteine), Paläontologie (Pflanzen und Tiere der Vorzeit), aber auch über Bodenkunde und Meteorologie in weite Kreise der Bevölkerung getragen. Schließlich sind dies ja Bereiche, die in der Schule häufig nicht vorkommen – oder nur am Rande.

Markante Aufschlüsse, außergewöhnliche Felsformationen und Höhlen, darüber hinaus auch Schaubergwerke und geowissenschaftliche Museen laden zu Ausflügen und Urlaubsreisen in die Geoparks ein. Sie fördern den "Geotourismus". Da die Geoparks zumeist in peripheren strukturschwachen Räumen liegen, stellen sie in der Regel auch ein wichtiges Instrument der regionalen Entwicklung in diesen Räumen dar.

Nicht zuletzt sind die Geoparks gehalten,durch Präsentation, Erhaltung und nachhaltige Nutzung des geologischen Erbes zur Verwirklichung der Ziele der Agenda 21, der Bewahrung der Schöpfung beizutragen. Unser schöner blauer Planet, das "System Erde" wird in seinen inneren Zusammenhängen vorgestellt. Dieses Wissen stärkt das Verantwortungsbewusstsein für das eigene Lebensumfeld und die globale Umwelt gleichermaßen.

Die Geoparks thematisieren darüber hinaus auch die Verknüpfungen zwischen dem geologischen Erbe eines Raumes mit der Archäologie, dem Naturschutz sowie der Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Region. 

Aufgrund des über Jahre gewachsenen Interesses an der Einrichtung von Geoparks in Deutschland sowie der Aktivitäten auf internationaler Ebene beschloss im Jahr 2002 der Bund-Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO) – ein Gremium der Wirtschaftsministerkonferenz – das nationale Gütesiegel „Nationaler GeoPark in Deutschland“ einzuführen. Die ersten vier Nationalen GeoParks in Deutschland wurden am 16. Dezember 2002 ernannt. Das Prädikat wird durch die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung verliehen.

 
 
 
 
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