Nationaler GeoPark Vulkanland Eifel

Die drei Dauner Maare. Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel

Auf rund 2.200 km² Fläche erstreckt sich zwischen Rhein im Osten und belgischer Grenze im Westen quer durch die Eifel eine Region, in der das Feuer aus der Erde markante Spuren hinterlassen hat. Die Vielfalt des vulkanischen Formenschatzes: Maare, Schlackenkegel, Lavaströme, Dome, Calderen und ungezählte sprudelnde Quellen erzählen von einer feurigen und spannenden Entstehungsgeschichte der Eifel.

Im Vulkanfeld der Osteifel haben während der letzten halben Million Jahren der Riedener Vulkan, der Wehrer Vulkan und schließlich vor 13.000 Jahren der Laacher See-Vulkan gewaltige Bims- und Aschemengen ausgestoßen und markante Einbruchskrater entstehen lassen, die sich noch heute als weiträumige kesselartige Landschaftsform im Gelände abzeichnen.

Der Laacher See-Vulkan war dabei die heftigste Vulkaneruption der jüngeren Erdgeschichte in Mitteleuropa. In einer über 30 km hohen Eruptionssäule wurden Bims und Asche mit Überschallgeschwindigkeit ausgeschleudert und bedeckten danach in meterhohen Schichten die Landschaft rund um den Vulkankrater. Die angrenzenden Bachtäler verfüllten sich mit mächtigen Ablagerungen von Glutlawinen und Ascheströmen.

In der Westeifel sind es die Maare, die den Vulkanismus im Landschaftsbild deutlich werden lassen. Im Kontaktbereich des aufsteigenden Magmas mit Grundwasser hat der sich bildende Wasserdampf diese tiefen Löcher in den Untergrund gesprengt. In manchen, wie beispielsweise den berühmten Dauner Maaren, haben sich bis heute Seen erhalten, die als "Augen der Eifel" literarisch gewürdigt wurden. Andere sind verfüllt oder verlandet und nur ihre nahezu kreisrunde Form verrät dem Besucher die vulkanische Vergangenheit. In den Ablagerungen enthaltene Fossilfunde von Urpferdchen, Schildkröten und Krokodilen lassen erahnen, dass es vor 45 Millionen Jahren in der Eifel viel wärmer als heute gewesen sein muss.

Dort wo heiße Lavafontänen- und fetzen aus dem Schlot oder einer Spalte ausgeworfen wurden sind die Schlackenkegel entstanden. Sie erheben sich mit ihren markanten Kuppen und Höhen über die Landschaft. Etwa 2000 Jahre nach dem Ausbruch des Laacher Sees explodierte ca. 40 km weiter westlich bei Ulmen Deutschlands jüngster Vulkan – das Ulmener Maar. Seither ruhen die Vulkane nur, der Vulkanismus ist jedoch noch nicht erloschen.

Ob im Maarsee eintauchen, im Vulkanmuseum informieren, mit dem Mountainbike abfahren und dem Vulkan-Express abdampfen, in Bergwerke einfahren, wandern auf verschiedenen Geo-Routen oder einfach ausruhen und sich erholen, das VULKANLAND EIFEL bietet besondere Erlebnisse entlang der Deutschen Vulkanstraße.

Geopark Vulkanland Eifel
Mainzer Straße 25
54550 Daun

Tel.: 06592 933 347

geopark(at)vulkaneifel.de
www.geopark-vulkaneifel.de

 
 
 
 
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